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Lackverträgliche Dichtungsprofile

Wir testen die Lackverträglichkeit von Profilen

Dichtungen, die mit frischem Lacken in Berührung kommen, können beschädigt werden. Lacke wie auch das Profilmaterial beinhalten so genannte Weichmachersubstanzen und Lösungsmittel, die die Streichfähigkeit verbessern und Dichtungsprofile flexibel machen. Bei frischen Lackanstrichen von Holztüren und -fenstern kann es daher zu Wechselwirkungen zwischen der eingebauten Dichtung und dem aufgetragenen Lack kommen.

Dichtungsprofile ueberstreichen
Beim Streichen von Fenstern und Türen können drei mögliche Schäden auftreten: Der frische Lack und das Dichtungsprofil verkleben, es kommt bei dem Dichtungsprofil zu einer Wiedererweichung oder es kommt auf Grund der Lösungsmittel und Weichmacher zu Verfärbungen, die nicht wieder entfernt werden können.  

» Farbwechsel
» 
Sanierung

Das Institut für Fenstertechnik e.V. in Rosenheim hat daher einen Lackverträglichkeitstest entwickelt, mit dem die möglichen Wechselwirkungen zwischen Farbe und Profil getestet werden. Bei diesem Testverfahren, das sich in den Fällen lohnt, in denen große Rahmenflächen zu streichen sind, wird der zu testende Lack auf zwei Holzbretter (Fichtenholz) aufgetragen. Zuvor werden die Brettchen von beiden Seiten grundiert und der Schlussanstrich mit der zu testenden Farbe einseitig aufgetragen. 

24 Stunden nach Aufbringen des Schlussanstriches werden vier Abschnitte des zu testenden Dichtungsprofils (jeweils 60 mm lang) zwischen die Holzbrettchen gelegt und mit 500 g bei einer 14-tägigen Lagerung im Klimaschrank bei (50±2) belastet.
»  http://www.ift-rosenheim.de/

Die Lack/Profil-probe wird mit Aluminiumfolie umwickelt und in einer waagerechten Position im Klimaschrank eingelagert. Nach zwei Wochen ist das Prüfverfahren abgeschlossen. Die drei möglichen Schäden an den Dichtungen werden wie folgt ausgewertet:

  • Verklebung: Der Testverlauf wird als gut beurteilt, wenn die Dichtungen lose anliegen und schadfrei anhaften. Schlecht ist es, wenn die Profile mit den Holzbrettchen verklebt sind.
  • Wiedererweichung: Gut ist es, wenn die Profile trocken und schadfrei anhaften, schlecht ist es, wenn sie mit der Unterlage verklebt sind.
  • Verfärbung: Sofern es keine Verfärbungen gibt oder diese sich nach Din 68 861 Teil 1 entfernen lassen, ist auch der Verfärbungstest gut bestanden. Schlecht ist, wenn sich die Verfärbung nicht mehr entfernen lässt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Fenstertechnik geben wir für unsere Kunden bei Bedarf Lackverträglichkeitstests in Auftrag, besonders dann, wenn ein Großanstrich bei vielen Fenstern und Türen ansteht. Nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne! 

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