Grundsätzlich möchten wir davon abraten, Dichtungen bei dem Überstreichen von Fenstern gleich mit zu überstreichen. Lacke und Farben enthalten für eine verbesserte Streichqualität häufig sogenannte Weichmacher. Diese können auch nach abgeschlossenem Trocknungsprozess noch in das Dichtungsmaterial eindringen und dieses durch chemische Reaktion klebrig werden lassen. Schlimmstenfalls bleibt die Dichtung beim Öffnen am Rahmen kleben und zerreißt. Es kann keine generelle Aussage über Lackverträglichkeiten gemacht werden.
So klappt der Farbwechsel
Beim Renovieren der Farbanstriche von Fenstern und Türen sollte daher auf die richtige Reihenfolge geachtet werden.
Nimmt man die Dichtungen vor dem Streichen heraus und wartet nach dem Aushärten der Farbe lange genug mit dem Einbau der Dichtung, kann der reaktionsfreudigste Zeitraum der Farbe umgangen werden.
Sehr hochwertiges Dichtungsmaterial wie EPDM oder Silikon ergibt bei der Verwendung durch den Hersteller empfohlener Farben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Reaktionen.
Bei Großobjekten kann im Vorfeld einer Farbrenovierung ein Lackverträglichkeitstest durchgeführt werden, der das chemische Verhalten der Materialien überprüft.